07.12.2022

Jugendhilfe im Einsatz für ungarische Jugendliche

Wichern-Stiftung eröffnet 2. Beratungsstelle für Suchthilfe in Ungarn

Die der Johannesstift Diakonie Jugendhilfe nahe und in Ungarn im Bereich der Jugendhilfe aktive Wichern-Stiftung hat am 22. November 2022 einen zweiten Standort in der Stadt Szekesfehérvár eröffnet.

Schwerpunkt der Wichern-Stiftung ist auch in den neu hergerichteten Beratungsräumen die Suchtberatung von Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen. Die Teams aus Psycholog*innen und Sozialarbeiter*innen mit therapeutischer Ausbildung beraten vor Ort, sind mit Präventionsangeboten aber auch mobil in Schulen, im Sportbereich und in der Stadt unterwegs. Bei Bedarf vermittelt die Wichern-Stiftung Betroffene auch an Psychatrien oder in Therapien und übernimmt die Nachsorge. Auch Frauen, die sexuelle oder körperliche Gewalt erfahren haben, bekommen bei der Wichern-Stiftung Hilfe.

Die Wichern-Stiftung wurde im Jahr 1995 vom Evangelischen Johannesstift gegründet und finanziert sich unter anderem aus dem Nachlass von Isolde Ebert, einer Spenderin des Evangelischen Johannesstifts. Da die Versorung im Bereich Jugendhilfe in Ungarn weit weniger breit aufgestellt ist als in Deutschland, engagiert sich die Johannesstift Diakonie Jugendhilfe mit der Stiftung dort seit den 1990er Jahren.

Norbert Schröder, Bereichsleiter der Jugendsuchthilfe der Johannesstift Diakonie Jugendhilfe und gleichzeitig Mitglied des Kuratoriums der Wichernstiftung:

„Ungarn hat für Menschen mit Suchterkrankungen und Gewalterfahrungen sehr viel weniger Angebote, als wir es hier aus Deutschland kennen. Auch die Finanzierung der wenigen existenten Angebote ist ein großes Problem. Ein Teil des nötigen Geldes können wir über Fördergelder oder EU-Anträge akquirieren, aber wir sind auch weiterhin auf Spenden angewiesen.”

Zur Eröffnungsveranstaltung der neuen Beratungsstelle in Szekesfehérvár kam auch der stellvertretende Bürgermeister Attila Mészáros. Er bedankte sich für den mittlerweile langjährigen Einsatz der Wichern-Stiftung, die der Stadt in den Bereichen Gesundheit, Soziales und Jugendhilfe eine große Stütze sei. Gerade in der Zeit der COVID-19-Krise habe sich der mentalgesundheitliche Zustand von Jugendlichen durch die Lockdowns verschlechtert.

Sie möchten der Wichern-Stiftung in Ungarn dabei helfen, Suchterkrankten Beratung und Hilfe zu ermöglichen? Die Johannesstift Diakonie Jugendhilfe nimmt Spenden dankbar entgegen:

Kontoinhaber: Ev. Johannesstift SbR
Evangelische Bank eG
IBAN: DE12 5206 0410 1500 5115 10
BIC: GENODEF1EK1
Verwendungszweck: Jugendhilfe Ungarn, Kst. 15000930

Bericht lokaler Medien zur Eröffnung der 2. Beratungsstelle: Székesfehérvár Városportál - Átadták a Wichern Alapítvány új központját Székesfehérváron a Budai úton (szekesfehervar.hu)

 

Die Wichern-Stiftung hat Räume erworben und zu einer Beratungsstelle umgebaut. Fotos: szekesfehervar.hu

Das Team der Beratungsstelle in der ungarischen Stadt Szekesfehérvár.

Zur Eröffnung kam das Kuratorium der Stiftung, u.a. Kuratoirumsvorsitzender Andreas Lorch (2.v. r.) und sein Stellvertreter in der Funktion Norbert Schröder (4.v.r.)